Der Naturpark Cilento bietet dank seiner vielen geomorphologischen Aspekte (Berge, Täler, Flüsse, Grotten, Küste und Meer), zahlreiche naturwissenschaftliche und sagenhaft schöne Ausflugsmöglichkeiten. Die vorzuschlagenden Aktivitäten reichen von einfachen erholsamen Wanderungen in den Wäldern, über aufregende Abgänge in das Innere der Erde und Trekking mit dem Pferd oder dem Mountain-Bike, bis hin zu Kanu- und Wildwasserfahrten, Rafting und Free-Climbing und nicht zuletzt interessante Tauchgänge. Es ist außerdem möglich, an angenehmen Bootsausflügen, die Küste entlang bis hin zur Infreschibucht oder dem Kap Palinuro teilzunehmen. Die Einwohner des Cilento werden Sie mit ihrer Gastfreundschaft auf der Entdeckungsreise durch die aufregende und für viele noch geheime und unbekannte Landschaft begleiten.
Die Grotten von Pertosa
Mitten im Grün der Alburni Gebirgskette, zwischen den Städtchen Auletta und Pertosa, 60 km von Salerno entfernt, befinden sich in einem eindrucksvollen Natur-Amphitheater, die Grotten von Pertosa (auch Grotte dell'Angelo = Engelsgrotten genannt). Die Engelsgrotten haben eine Gesamtlänge von 2500 Metern. Enge Gänge und tunnelartige Stollen verbinden riesige Hohlräume miteinander. Eindrucksvoll ist die bizarre Schönheit der Stalagmiten und Stalaktiten, atemberaubend die Größe der Höhlen und einzigartig in Italien der unterirdische See, den die Besucher überqueren müssen.
Padula
Die berühmte Certosa di San Lorenzo gehört zu den größten Klosteranlagen Süditaliens. Baubeginn war 1306, vollendet wurde sie erst Anfangs des 19. Jahrhunderts. Der Baukomplex mit Gebäuden und Außenanlagen bedeckt eine Fläche von 5 Hektar. Im großen Kreuzgang wurde in den fünfziger Jahren das archäologische Museum von Ostlukanien untergebracht.
Paestum
Am Golf von Salerno gründeten die Achäer im 7. Jahrundert vor Chr. ihre Stadt Poseidonia. Mit ihrer Ringmauer (4750 m), den drei dorischen Tempeln ("Basilika", Neptuntempel, Cerestempel) und anderen kleineren Tempeln bildet sie den bedeutendsten archäologischen Komplex der Magna Grecia. Im vierten Jahrhundert v. Chr. wurde aus dem griechischen Poseidonia das lukanische Paistom und ein Jahrhundert später das römische Paestum. Im dritten Jahrhundert wurde Paestum christlich, Zeugnis dafür ist die altchristliche schlichte Basilika (Anfang fünftes Jahrhundert). Im Nationalmuseum befinden sich Stücke von außerordentlicher geschichtlicher und künstlerischer Bedeutung und es kommen immer neue Funde dazu. Das Fresko im Grab des Tauchers (tomba del tuffatore) - einzigartiges Beispiel eines antiken Freskos- wurde 1968 entdeckt.
Velia
Der erste Name war Yele, man nannte es aber auch Elea. Elea war Sitz der berühmten "eleatischen" Philosophenschule, deren bekannteste Vertreter Parmenides und Zenon sind. Die Koloniegründung Phozäa (ab 540 v. Ch.) konservierte lange die griechische Sprache, sogar bis in die römische Kaiserzeit hinein. Sie unterhielt ebenso lang Kontakt zu Marseille, das den gleichen Ursprung hat. Neben den Ruinen der Stadt kann man auch die Ausgrabungen besichtigen, die in den 20-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts begannen und noch andauern. Einer der bedeutendsten Funde in diesem faszinierenden Bereich ist die Porta Rosa, eines des schönsten Stadttore der gesamten Magna Grecia.
Teggiano
Ein auf einem einzelnen Hügel gelegener Ort, vollständig befestigt und beschützt von einem normannischen Kastell, hieß vom vierten Jahrhundert bis 1862 Diano, genau so wie das große Tal zwischen den Maddalena- und den Cilentobergen, in dem der Fluss Tanagro und die antike Straße Popilia verlaufen. Nach der Verschwörung der Barone spielte das Kastell eine besondere Rolle im siegreichen Widerstand des Antonello Sanseverino gegen die Aragoneser. Nach 1806 wurde es an ortsansässige Familien verkauft. 1969 wurde es von der Familie Macchiaroli wieder für Besucher geöffnet. Heute befindet sich in den neueren Flügeln des Gebäudes ein Museum, die Einrichtung eines Antiquariums ist geplant.
San Severino di Centola
Besichtigung des "Geisterdorfes" von S.Severino, das seit Jahrzehnten unbewohnt ist und einen atemberaubenden Ausblick auf das Mingardotal bietet. In Licusati, einem netten Bergort, wird in einem Agrarbetrieb zur Brotzeit mit landestypischen Produkten gehalten (Suppen, Oliven, K?se...). Abschlie?end wird in Camerota ein Betrieb besucht, in dem Terracotta verarbeitet wird. Assitur.
Der Meeresnaturpark der Infreschiküste
Der Küstenabschnitt sowohl unter als auch über der Wasseroberfläche wird als Meeresnaturpark bezeichnet. Diese Exkursion bietet nicht nur wunderbare Ausblicke, sondern auch Auskunft über die geologische und archäologische Geschichte des Gebietes, sowie die zahlreichen charakteristischen Pflanzenarten der mediterranen „Macchia“. Der Ausflug gibt also einen Überblick über die letzten zwei Millionen Jahre. Während der Wanderung sind sehr angenehme Badeaufenthalte möglich. Auf der Rückfahrt mit dem Boot zum Hafen von Marina di Camerota werden die suggestiven Meeresgrotten der Küste besichtigt. Assitur.
Berg Bulgheria
Seine exponierte Lage über dem Golf von Policastro macht den nur 1225 m hohen Monte Bulgheria zu einem der schönsten Aussichtsberge des Cilento. Den Namen verdankt er bulgarischen Söldnern, die im 7 Jhd. in Begleitung der Longobarden ins Land Kamen. Von April bis Juni blühen zahlreiche Orchideen und im Sommer ist die Luft erfüllt vom Duft des wilden Lavendels. Cilentano.
Die WWF-OASI Von Morigerati
Der Fluss Bussento verschwindet für etwa 6 km unter der Erde und tritt bei dem Ort Morigerati wieder an die Oberfläche. Seit 1995 ist der Punkt an dem der Fluss Bussento wieder auftritt eine WWF-Oase, in der Flora und Fauna besonders geschützt werden. Die Wanderung verläuft einen Weg entlang, der reich an Vegetation ist. Man erreicht schließlich den Stolleneingang, tritt ein und folgt circa 80 m lang, dem unterirdischen Verlauf des Flusses. Badeaufenthalt möglich.
| Oasi del WWF di Morigerati | |
Grava di Vesalo
Der sympathische Bergort Valle dell’Angelo ist Ausgangs- und Endpunkt dieser abwechslungsreichen Rundwanderung am Oberlauf des Calore. Beeindruckende Bergpanoramen wechseln mit Wiesen und lauschigen Wäldern ab. Ein Abstecher führt zur Grava d Vesalo, einem abgrundtiefen Karstschlund. Cilentano.
San Cono und die Fenosa-Küste
Das Kloster von San Cono wurde in normannischer Zeit erbaut. Es befindet sich auf halben Weg zwischen dem Hafen von Palinuro und dem Ort Camerota , dem einstigen Sitz des Marchese von Camerota. Mit Eifer und Erfindungsgeist organisierten die Mönche damals Landwirtschaft und Handwerk. Die Spuren davon sind heute noch erkennbar, auch wenn das Kloster schon lange aufgegeben worden ist. Lakritzesträucher, Ballota – eine Pflanze aus der damals Kerzendochte gewonnen wurden -, tausendjährige Olivenbäume und der wunderbare Kieferwald von San Cono, sind noch heute die Zeugnisse ihres Wirkens. Auf dieser Wanderung können wir in die mittelalterliche Atmosphäre unseres Landes eintauchen, sie zeigt uns aber auch das wundervolle Panorama der Küste von Marina di Camerota mit ihren Ständen und die ganze östliche Küste des Naturparks des Cilento. Ass. Posidonia
Die Schlucht des Marcellino und die Küste der Schwalbengrotte
Die sommertrockene Schlucht des Marcellino Flusses ist einer der faszinierendsten Plätze der gesamten Infreschiküste. Die Wanderung beginnt in der Zone der Kastanienwälder des Monte Bulgheria und führt bis zum sagenhaften Strand der Mündung des Marcellino. Hier erfrischen wir uns im Meer über einer Wiese von Posidoniapflanzen. Das Boot bringt uns dann zur Infreschibucht. Von dort aus gehen wir über einen zweihundertfünfzigtausend Jahre alten Weg zur geheimnisvollen Schwalbengrotte. Rückkehr mit dem Boot. Ass. Posidonia.
Il vallone di Marcellino e la grotta delle Rondinelle | | S.Cono e la costa della Fenosa |
Capo Palinuro und der alte Hafen von Molpa
An diesem Tag werden wir das Capo Palinuro in seiner gesamten Schönheit kennen lernen: Alte Mühlsteine aus griechisch-römischer Zeit, mittelalterliche Häuser und botanische Raritäten der Felsenküste mit ihren Steilabhängen, schließlich die Grotta dei Porci. Rückkehr mit dem Boot und Besuch der blauen Grotte. Ass. Posidonia
Capo Palinuro e l'antico porto di Molpa | Mappa del Parco Nazionale |
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